Der Spieltag unserer 1. Mannschaft in der Verbandsliga Nord bei der SG Niederelbe in Cadenberge begann nach einer fast zweistündigen Anreise. Der SK Verden 1 wollte sich für die gefühlte Niederlage aus der letzten Saison revanchieren, bei der trotz einer auf fünf Spieler reduzierten Mannschaft von Niederelbe nur ein 4:4 Ergebnis herausgekommen war.
T. Vetter beendete als Erster seine Partie mit einem ausgehandelten Remis. O. Schmidt verkalkulierte sich bei der Abwicklung vom Figuren- ins Bauernendspiel und rutschte so aus der völlig ausgeglichen Stellung in eine hoffnungslose Verlust-Position.
Glücklicherweise konnte B. Spendig an Brett 8 das Ergebnis wieder ausgleichen. Er konnte zunächst die Qualität gewinnen und das entstehende Endspiel schnell zu seinen Gunsten entscheiden.
Dann schlug das Pendel zu Gunsten der Gastgeber aus. U.-T. Fuhrmeister gab in aussichtsloser Stellung auf und H. Palmer hatte sich beim Abtausch einiger Bauern verrechnet, wodurch sein Gegener in gewinnbringenden Vorteil kam.
M. Haevecker konnte den Abstand wieder verringern als er seinen Gegner zwang, eine Figur für seinen Freibauern zu geben. Mit Läufer und einem Bauern gegen drei Bauern musste er nur verhindern, den letzten Bauern zu tauschen, was ihm gelang.
Einen weiteren vollen Punkt erreichte F. Strüßmann am Spitzenbrett. In einem Damen-Endspiel mit einem Mehrbauern gelang es ihm, die Damen zu tauschen und so in ein gewonnenes Bauernendspiel abzuwickeln.
So hing alles an der letzten Partie von T. Kawentel mit den weißen Spielsteinen. Durch das Opfer einer Figur erhielt er zwei verbundene Freibauern die immer mit Vorstoß und Umwandlung drohten. Der Computer bewertete die Stellung als leicht vorteilhaft für Weiß, jedoch muss man für den Sieg auch bei über fünfeinhalb Stunden Spieldauer immer die richtigen Züge finden. Leider gelang das beiden Spielern nicht immer und so wogten die Meinungen der Zuschauer hin und her, wer denn nun besser stünde. Schließlich gelang es dem Spieler von Niederelbe in ein Endspiel abzuwickeln, in dem er mit Läufer und Springer den König mattsetzen musste. Auf diesem Niveau sollte das innerhalb von weniger als 50 Zügen gelingen und so musste Verden mit einer knappen Niederlage von 3,5 zu 4,5 den langen Rückweg antreten. (Dank an O. Schmidt für den Bericht!)

Der Gegner unserer 2. Mannschaft, der Stader SV 3, hatte mehrere Ausfälle in seiner Mannschaft und verzichtete deshalb auf die lange Fahrt nach Verden. So kamen wir in der Bezirksklasse West zu einem kampflosen 6 : 0 Sieg.